Wenn ein Switch startet, geht er erst einmal automatisch davon aus, dass er die Root-Bridge ist. Und dies tut wirklich jeder Switch beim ersten Start. Gleich nach der Annahme, wird aber erst einmal BDPUs (Bridge Data Protocol Units) zu den anderen Switchen im Netzwerk gesendet, in denen unter anderem die Bridge-ID, sowie die eigene Mac-Adresse abgespeichert sind. Dabei senden die Switche die Bridge-ID (BID) sowohl als Root-BID als auch als Sender-BID. Dies ist ein Erkennungsmerkmal von einem designierten Switch und wird so erst einmal als „untergeordnet“ angesehen. Nun laufen die BIDs bei den einzelnen Switchen ein und jeder schaut welche Root-BID kleiner ist als seine. Bekommt er eine kleinere, ersetzt er sie dementsprechend, bis jeder Switch soweit ist und der Switch mit dem niedrigsten BID-Wert die Root-Bridge wird.

Diesen oben genannten Prozess kann der Administrator natürlich auch „manipulieren“, wenn er nicht will das der Switch mit der niedrigsten ID zur Root-Bridge gewählt wird. Dies geht durch das Einstellen der Switchpriorität. Bei solchen Eingriffen, muss der Administrator sein Netzwerk genau kennen, um einen Fehler zu vermeiden, da sonst der Datenfluss gestört werden kann.