Das User Datagram Protocol wird mit UDP abgekürzt. Es ist ein minimales, verbindungsloses Netzprotokoll, das wie auch TCP, auf der Transportschicht es OSI Modells liegt. Die Aufgaben des User Datagram Protocols bestehen darin Daten über das Netzwerk zu übertragen. Die englische Wikipedia bezeichnet es gar als eines der „core protocols of the Internet protocol suite.“

Manchmal wird das User Datagram Protocol auch Universal Datagram Protocol genannt. Es wurde entwickelt von David P. Reed im Jahr 1980.

Im Gegensatz zum Transmission Control Protocol (TCP) garantiert UDP keine Zuverlässigkeit. Das heißt, dass bei UDP Datenpakete nicht in der richtigen Reihenfolge, doppelt oder gar nicht ankommen können. Sollte beispielsweise letzteres passieren, ist dies UDP völlig egal, es wird von sich aus die Pakete nicht noch einmal anfordern. Dadurch, dass der ganze Overhead entfällt, der durch das Checken ob ein Paket angekommen ist oder nicht, entsteht, ist UDP schnell und dadurch für einige Anwendungen sehr effektiv. Den manche Anwendungen sind Zeit intensiv, können im Gegenzug aber auf eine zuverlässige Übermittlung verzichten.

Da eine zuverlässige Übermittlung der Daten nicht garantiert ist, muss entweder darauf verzichtet werden, oder die Anwendung selbst, bzw. die höheren Schichten, müssen sich darum kümmern.
Genutzt wird UDP beispielsweise vom Domain Name System (DNS), von Streaming Anwendungen wie beispielsweise IPTV oder Voice over IP (VoIP), dem Trivial File Transfer Protocol (TFTP) und Online-Spielen.

Dokumentiert wird UDP im RFC 768: http://tools.ietf.org/html/rfc768

UDP / TCP Video Erklärung (Englisch)
NetQoS Senior Product Manager Jim McQuaid zeigt in diesem Video kurz die Merkmale von TCP und UDP auf und spricht von der Interaktion der beiden in einem Netzwerk mit dem Blickpunkt von Voice / Video Daten über UDP.