Damit die Kabel besser spezifiziert werden können, hat man sie in Kategorien eingeteilt. Jede Kategorie deckt ein entsprechendes Anforderungsprofil ab. Aktuell reichen die Kategorien von 1 bis zu 7. Zu beachten ist dabei, dass Kategorie 1 und 2 nur informell definiert wurden und Kategorie 3 sowie Kategorie 4 heutzutage keinen Einsatz mehr finden und höchstens noch in Altinstallationen am Leben erhalten werden. Wir möchten bei dieser Vorstellung der Twisted Pair Kabel Kategorien uns deshalb auch nur auf die Kategorien 5,6 und 7 beschränken.

Kategorie 5:
Cat 5 Kabel sind heute am meisten anzutreffen und in vielen Fällen (Fast- oder Gigabit-Ethernet) immer noch die richtige Wahl. So benötigt man für 1000Base-T (Gigabit-Ethernet) beispielsweise nur eine Cat 5 Leitung. Die spezifische Standardkennzeichnung ist EIA/TIA-568. Cat-5-Kabel sind für Betriebsfrequenzen bis 100 MHz bestimmt.

Eine genauer spezifizierte Version von Cat-5 ist Cat-5e, das vor allem hier bei uns in Europa zu Einsatz kommt. Ordentliche Cat-5 Verkablungen erfüllen meist auch die Cat-5e Voraussetzungen.

Kategorie 6:
Auf eine Cat-6 Verkablung greift man meist bei Verwendung bei Sprach- und Datenübertragung sowie Multimedia und ATM-Netze zurück. Das Cat-6-Kabel wird durch die EN50288 definiert und ist für Betriebsfrequenzen bis 250 MHz bestimmt. Wie auch bei Cat-5 gibt es bei Cat-6 leistungsfähigere weitere Erweiterungen die Cat-6a und Cat-6e heißen.

Kategorie 7:
Netzwerkkabel der Kategorie 7 verlegt man meistens bei 10-Gigabit-Ethernet, wofür diese Kategorie sehr geeignet ist. Da diese Technologie zukunftsweisend ist, werden viele Neuinstallationen mit Cat-7 Kabel ausgerüstet. Cat-7-Kabel haben vier einzeln abgeschirmte Adernpaare (Screened/Shielded Twisted Pair S/STP) und sind für Betriebsfrequenzen bis 600 MHz bestimmt. Ein Cat-7-Kabel erfüllt die Anforderungen der Norm IEEE 802.3an.